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[Video] Luft- und Wasserqualität bei Cultan-Düngung

Die Cultan-Methode, bei der fester Stickstoffdünger zwischen jede zweite Maisreihe in einer Tiefe von etwa 15 Zentimetern injiziert wird, hat sich aus agronomischer Sicht bewährt.

Das Injektionsgerät ist einsatzbereit und wird in Kürze auf den Markt kommen.

Im Hinblick auf die Umwelt und insbesondere die Wasser- und Luftqualität haben die Studien des Innov.AR-Projekts Folgendes gezeigt:

– Die Ablage eines Stickstoffdepots in der Tiefe erhöht nicht die Nitratverluste durch Auswaschung.

– Die Schaffung einer physischen Barriere durch die tiefe Ablage des Düngers reduziert die Ammoniakkonzentration in der Luft um 75 % bis 90 %. Die Berechnungen der Ammoniakverluste (kg N) gehen in die gleiche Richtung.

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Mit tiefer Platzierung bleibt Ammoniumstickstoff im Depot stabil

DÜNGUNGSVERSUCHE

Mit ammoniumbetontem Stickstoffdünger
in einem tief platzierten Depot können bei
Weizen und anderen Getreidearten mit entsprechender
Injektionstechnik die Düngermenge und auch der Pflanzenschutz
erheblich reduziert werden.

Ein Artikel von Jürgen Maier – LRA Breisgau-Hochschwarzwald –  aus der Badische Bauern Zeitung Nr 17 vom 25.04.2020

Hier zu lesen

 

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Erfahrungen mit der Depotdüngung – eine Antwort auf die neue Düngeverordnung

Die Effizienzsteigerung der Stickstoffdüngung zum Schutz der Umwelt bleibt eine gesellschaftspolitische Forderung, die in der neuen Düngeverordnung ab 2020 gesetzlich verankert werden wird. Die darin verlangte Reduktion der Stickstoffdüngung um 20 Prozent in den ‚Roten Gebieten‘ (praktisch der gesamte Ackerbau in der Rheinebene) muss aber produktionstechnisch machbar und wirtschaftlich sein. Beide Ziele können mit der am Markt verfügbaren Präzisionsinjektionstechnik zur Platzierung von Depots mit festen oder flüssigen Mineraldüngern erfüllt bzw. übertroffen werden.

Zu diesem Ergebnis kamen die Landwirte, die sich im Dezember erneut im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald trafen, um ihre eigenen Erfahrungen aus 2019 bei der Depotdüngung in Mais und Getreide mit den Versuchsergebnissen zur Depotdüngung der lokalen Experten zu vergleichen. Als Fazit wurde klar festgestellt, dass ein Stickstoffdüngerdepot nur dann die größte Effizienz aufweist, wenn es präzise und tief genug, d.h. bei Mais circa 20 Zentimeter und bei Getreide circa 10 Zentimeter, mit wenig Bodenbewegung im Boden platziert wird (s. Abb. 1, 2). Diesen Ansprüchen werden derzeit vor allem der Rauch Prototyp für Festdünger und ein Innov.AR-Prototyp für Flüssigdünger in Getreide gerecht. Bei deren Einsatz wurden bis 11 Prozent höhere Erträge mit 20 Prozent weniger Stickstoffdünger gedroschen. Im Schnitt wurden circa 100 EURO je Hektar mehr erwirtschaftet als bei konventioneller Düngung. Bei Versuchen mit natürlichen Additiven im Depot konnten die Erträge nochmals um bis zu 10 Prozent gesteigert werden. Die Landwirte werden 2020 die ‚Depotflächen‘ deutlich ausweiten, um die vorhandene Injektionstechnik weiter zu prüfen. Offene Anbaufragen werden in Versuchen weiter untersucht.

Abbildung 1: Bei der Platzierung des Stickstoff-Düngerdepots in jeder zweiten Maiszwischenreihe hat die Maispflanze bei 20 Zentimeter Injektionstiefe (im Bild links) circa 25 Prozent mehr Wurzelvolumen als bei 10 Zentimeter (Abbildung Jürgen Maier)

Abbildung 2: Der neue Rauch Prototyp zur präzisen Platzierung von Festdüngern hat 6 m Arbeitsbreite und 4 Injektionsreihen für 8 Maisreihen und kann aufgrund eines Druckdüngertanks bis 15 km/h schnell fahren (Foto: Jürgen Maier).

 

 

Jürgen Maier

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

 

 

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Bodendepot für Festdünger im Kornermais

N-Düngung

Die Diskussion um die Nitratauswaschung ins Grundwasser und die gasförmigen Stickstoffverluste als Ammoniak und Lachgas, auch aus der Mineraldüngung, geht uneigeschränkt weiter. Abhilfe könnte ein Injektionsverfahren bieten, das im Folgenden beschrieben wird.

Ein Artikel von Jürgen Maier – LRA Breisgau-Hochschwarzwald –  aus der Badische Bauern Zeitung Nr 27 vom 06.07.2019

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