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III
 
 

 

THEMA

Projekt 6:

Winterweizen : Zwischenfrüchte nach Winterweizen zur Nitratbindung und zur Vorbereitung auf die Flächenstillegung - Prüfung veschiedener Methoden und Mischungen

BETEILIGTE

Projektleiter: G. Kansy (Regierunspräsidium Freiburg, Referat 34)
Projektpartner: D. Lasserre (ITCF Colmar)
Mitbeteiligte: H. Beckereit, J. Sugg (Amt für Landwirtschaft Rottweil)
G. Schoch (Amt für Landwirtschaft Donaueschingen)
H. Nußbaumer (IfuL Müllheim)
Fa. Martin Feldversuchswesen, Orsingen-Neuzingen

PROBLEM

Zwischenfrüchte nach Getreide haben heute eine zunehmende Bedeutung für die Nitratbindung; mit Zwischenfrüchten kann außerdem die Flächenstillegung vorbereitet werden. Die übliche Bodenbearbeitung ist jedoch ein beträchtlicher Kostenfaktor.

ZIEL


Billigere Alternativen, z. B. späte Untersaaten prüfen. Anbau von verschiedenen Zwischenfruchtarten und Mischungen nach klassischer Stoppelbearbeitung und als Untersaat mit anschließender Bestimmung von Aufwuchsleistung und Nitratbindungspotential. Bewertung hinsichtlich der Eignung als Stillegungsflächen im Folgejahr.

ERGEBNISSE

Die Novemberfröste des Jahres 1995 beeinträchtigten stark das Wachstum der Zwischenfrüchte in Form von Unter- und Stoppelsaaten. Auch Trockenheit und Schneckenfraß können die Entwicklung der Zwischenfrüchte stark beeinträchtigen.
Bei Andüngung mit 40 kg N/ha entwickelten sich die Zwischenfrüchte deutlich besser. Die Stickstoffgabe von 40 kg N/ha führte zu höheren N-Aufnahmen, ohne daß der Nmin-Gehalt im Herbst erhöht wurde.
Deutlicher Entwicklungsvorsprung der Senf-Untersaat gegenüber der Senf-Stoppelsaat. Im Jahr 1994 wurde bei der Senf-Ölrettich-Mischung mit 193 kg N/ha die höchste N-Aufnahme festgestellt.
Die Gesamtkosten der Untersaat liegen je nach Verfahren zwischen 60 und 300 DM/ha. Diesen Kosten stehen in Baden-Württemberg Ausgleichzahlungen nach MEKA von 140 DM/ha gegenüber (nur außerhalb von WSG).
Die Gesamtkosten der Stoppelsaaten mit minimaler Bodenbearbeitung sind gegenüber den Kosten der Untersaat etwa um den Faktor 1,5, bei konventioneller Saat um den Faktor 2,5 höher.

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Zwischenfrüchte in Form von Unter- oder Stoppelsaaten sind in der Lage, die Nmin-Werte nach Winterweizen mehr oder weniger deutlich zu senken. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht bedarf es jedoch einer Förderung, damit der Landwirt nicht finanzielle Nachteile erleidet.

EMPFEHLUNGEN

Keine Selbstbegrünung! Die Untersaat von Senf in den abreifenden Weizenbestand ist ein kostengünstiges Verfahren in Fruchtfolgen ohne Raps und bringt einen Entwicklungs-vorsprung gegenüber Stoppelsaaten. Bei nachfolgender Stillegung überwinternde Gras- oder Kleegrasmischungen wählen und aus Kostengründen ebenfalls die Untersaat bevorzugen. Zwischenfrucht mit 40 kg N/ha andüngen. In Baden-Württemberg außerhalb von Wasserschutzgebieten Förderung des Zwischenfruchtanbaus beantragen (MEKA).

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