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III
 
 

 

THEMA

ITADA-Projekt 4:

Mais: Einbau von Zwischenfrüchten nach Mais mit und ohne Beregnung

Projektleiter: G. Kansy (Regierungspräsidium Freiburg Referat 34)
Projektpartner: D. Lasserre (ITCF Colmar)
Mitbeteiligte: M. Mannßhardt (Amt für Landwirtschaft Offenburg)
H. Nußbaumer (IfuL Müllheim)

PROBLEM

Die Lösung der Nitratproblematik im Maisanbau ist durch Anpassung der N-Düngung nur teilweise erreichbar. Vielfach lassen sich sogar unter Null-Parzellen nach Mais erhöhte Nitratreste festzustellen.

ZIEL

Einbau von Zwischenfrüchten in Form von Unter- und Stoppelsaaten nach Mais als Nitratfallen und Prüfung von neuen Zwischenfruchtanbautechniken (Anbau frühreifender Körnermaissorten mit Ernte im September und nachfolgender Stoppelsaat).


ERGEBNISSE

  • Der Einbau von Untersaaten war 1994 auf Standorten ohne Beregnung aufgrund der Trockenheit schwierig.
  • Die Maiserträge wurden durch die Untersaaten nicht beeinträchtigt.
  • Starke Beeinträchtigung der Zwischenfrucht-Stoppelsaaten durch Kälteperiode im Oktober 1994.
  • der Einbau von Senf bzw. einer Senf-Ölrettichmischung als Stoppelsaat ist kostengünstig (in Baden-Württemberg durch MEKA voll abgedeckt) und führte 1994 zu höheren N-Aufnahmen als bei anderen Varianten.
  • Beerntung der frühreifenden Maissorten 1995 ca. 2 Wochen früher als im Vorjahr, jedoch Beeinträchtigung der Entwicklung von Untersaaten und Zwischenfrüchten durch Fröste Anfang November.
  • N-Aufnahme von Weidelgräsern ca. 40 kg/ha, mit Senf und Ölrettich auch mehr.

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Zwischenfrüchte in Form von Untersaaten bzw. rechtzeitig ausgesäten Stoppelsaaten binden 40 kg N/ha und mehr. Untersaaten sind die kostengünstigere Variante. Die Gesamtkosten in Höhe von 100-180 DM/ha werden jedoch in keinem Fall durch den betrieblichen Nutzen gedeckt. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sind deshalb Ausgleichszahlungen Voraussetzung für den Zwischenfruchtanbau.

EMPFEHLUNGEN

Förderung in Anspruch nehmen und durch den Anbau von Zwischenfrüchten sowie eine vernünftige Stickstoffdüngung der Hauptfrucht den Nitrataustrag beim Maisbau weiter reduzieren.

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