Suche
   
  Startseite
   
 
 
 
 
 
   
  Arbeits-
programm
III
 
 

 

THEMA

ITADA-Projekt 13:

Möglichkeiten zur wassersparenden und grundwasserschonenden Feldberegnung


BETEILIGTE

Projektverantwortlicher: M. Würth (Regierungspräsidium Freiburg, R.34) F.J. Kansy (IfuL Müllheim)
Projektpartner: M. Stengel (SENE Algolsheim)

PROBLEM

Die bisher im Anbaugebiet praktizierte Wasserentnahme aus Oberflächengewässern zur Bewässerung von Sonderkulturen (Gemüse, Beerenobst) wurde 1992 vom Landratsamt Emmendingen aus gewässerökologischen Gründen untergesagt. Zudem besteht die Befürchtung, daß durch den konzentrierten Anbau von Sonderkulturen Probleme für die Qualität des Grundwassers durch einen beregnungsbedingten Eintrag von Nitratstickstoff und von Pflanzenschutzmittel-Rückständen verursacht werden.

ZIEL

Um weiterhin eine landwirtschaftliche Nutzung mit Sonderkulturen im WSG Mauracherberg sicherzustellen, sollen im pflanzenbaulichen Versuchsteil Möglichkeiten zur Verringerung des Wasserverbrauchs bei der Beregnung von Sonderkulturen geprüft werden. Im wasserwirtschaftlichen Versuchsteil sollen quantitative Auswirkungen der Wasserentnahme auf das Grundwasser sowie eine mögliche qualitative Beeinträchtigung des Grundwassers durch den Eintrag von Nitrat und Pflanzenschutzmittelrückständen untersucht werden.

ERGEBNISSE

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann über ein einjähriges Zwischenergebnis des pflanzenbaulichen Versuchsteils zur Beregnung von Erdbeerkulturen berichtet werden. Hier zeigte sich, daß durch den Einsatz einer tensiometergesteuerten Tropfbewässerung, der Wasserverbrauch gegenüber der in der Praxis üblicherweise eingesetzten "Über-Kopf-Beregnung" mit Kreisregnern um bis zu 60 Prozent reduziert werden konnte, ohne den Erdbeerertrag negativ zu beinflussen. Zur Absicherung dieses Ergebnisses bedarf es mindestens zwei weiterer Versuchsjahre.

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Der Einsatz einer tensiometergesteuerten Tropfbewässerung kann zu einer deutlichen Reduzierung des Wasserverbrauchs bei der Zusatzberegnung von Erdbeeren führen. Allerdings ist die Anschaffung einer Tropfbewässerung für die Sonderkulturbetriebe mit erheblichen Neuinvestitionen verbunden. Weiterhin ist darauf hinzuweisen, daß für den Einsatz einer Tropfbewässerung, aus Gründen der Wasserqualität, Grundwasser verwendet werden muß, was die Genehmigung sowie den Bau von Brunnen im Anbaugebiet voraussetzt.

EMPFEHLUNGEN

Endgültige Empfehlungen können erst nach Abschluß dieses Versuches im Jahr 1998 gegeben werden.

.

[» zurück]

 
download PDF-File
Langfassung
(71 kB)
« zurück